"Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt."

Sonntag, 27.08.2017

 

Acht Monate in Schweden und die letzten zwei Monate waren voller Arbeit, aber auch voll mit entspannten Tagen und einigen Besuchen. Da mein Gastvater wieder angefangen hat zu arbeiten, habe ich drei Wochen in Vollzeit gearbeitet und war ein Wochenende mit den Kindern alleine. Trotz gutem Wetter und vieler Ausflüge, war ich heilfroh, dass meine Eltern für einen halben Tag in Göteborg waren und ich Fine nochmal sehen konnte :)

Außerdem war Steffey für einen Tag zu Besuch und ich konnte nach 8 Monaten endlich wieder Club Mate trinken! Nochmal vielen Dank dafür Steffey! Wir hatten einen wirklich schönen Tag zusammen und es tat einfach gut seinen Freunden aus Deutschland zu zeigen, wie man momentan eigentlich so lebt. Selbstverständlich haben wir das gesamte Touristenprogramm absolviert.

Für die nächsten zwei Monate habe ich noch einen kleinen Nebenjob und kümmere mich um ein Mädchen aus der Nachbarschaft. Ich hole sie von der Schule ab und bringe sie zum Segeltraing. Als "Arbeit" würde ich das Ganze also nicht bezeichnen :D

Auch ein bisschen Urlaub konnte ich im August machen und war mit Sebastian im Sommerhaus seiner Eltern in Fjällbacka. Das Wetter war perfekt und nach ein paar Tagen ohne Kinder war ich mehr als tiefenentspannt :D

Der Sommer neigt sich hier so langsam dem Ende und ich bereite mich schon mal langsam auf den Herbst vor. Jedoch bekomme ich im Herbst Besuch aus Deutschland, worauf ich mich schon ziemlich freue. Und ab nächster Woche beginnen meine letzten sechs Monate als Au Pair hier. Kann jemand bitte die Zeit anhalten? Danke!

 

 

„Gehe so weit, wie du sehen kannst. Wenn du dort ankommst, wirst du sehen, wie es weitergeht.“

Montag, 03.07.2017

 

Ab heute bin ich genau ein halbes Jahr in Schweden. Ein halbes Jahr kein deutsches Fernsehen, ein halbes Jahr keine Mate mehr getrunken (hiermit ein großer Dank an meine Gasteltern, die während ich im Urlaub war alle 6 Flaschen leergetrunken haben!), ein halbes Jahr meine Freunde nicht gesehen, ein halbes Jahr kein vernünftiges Brot oder Brötchen gegessen (die Brötchen und das Brot hier sind eher wie Toast), aber auch ein halbes Jahr mit vielen Stunden am Meer, unzähligen Fika´s und Abenden auf Dachterrassen, eine neue Sprache verstehen und halbwegs sprechen und vielen neuen Menschen.

Ich kann es nicht oft genug sagen, aber die Zeit hier geht schneller vorbei als gedacht. Ich wäre dankbar gewesen, wenn mein Studium so schnell vorbeigewesen wäre…😃 Der Juni war für mich arbeitstechnisch relativ entspannt. Durch Viola´s Geburt waren meine Gasteltern beide Zuhause und ich musste die Kinder meistens nur morgens in den Kindergarten bringen und war zwischendurch für ein paar Stunden mit ihnen auf dem Spielplatz oder am Meer. Und ich hatte meine erste Urlaubswoche, die ich mit meiner Familie verbracht habe und meinem Hund 😊

Und obwohl ich täglich mit meinen Freunden aus Deutschland spreche, war es komisch eine Woche nur deutsch zu sprechen. Mir ist wirklich das ein oder andere Mal ein schwedisches Wort rausgerutscht. Ich habe mich früher immer über die Leute lustig gemacht, die für eine Zeitlang im Ausland waren und ihrer „neuen Sprache“ verfallen sind. Aber dadurch, dass ich mit meinen Gasteltern, den Nachbarn und Freunden meiner Gastfamilie nur schwedisch spreche, gehöre ich offiziell dazu. Ich erwische mich immer öfter dabei auf Schwedisch zu denken und selbst wenn ich mit den anderen Au Pairs englisch spreche, rutschen mir oft schwedische Wörter raus.

Wettertechnisch war der Juni ganz in Ordnung. Ich habe endlich etwas Farbe bekommen. Zum Baden hat es aber noch nicht gereicht. Auf jeden Fall nicht für mich 😃 An Midsommar hat es jedoch geregnet. Mir wurde aber gesagt, dass es immer an Midsommar regnet und somit bin ich auch nicht um den/die Midsommarbaum/stange getanzt. Jedoch hatte ich einen richtigen Midsommarkranz 😊 Und dem Brauch an Midsommar „Sill“ (eingelegter und ziemlich stinkender Fisch 😃) zu essen, bin ich auch nicht nachgegangen… Das überlasse ich dann doch lieber den richtigen Schweden. Die Stadt war während Midsommar allerdings ziemlich leer, da die Schweden dies mit ihren Familien traditionell auf dem Land feiern. Doch trotz des Wetters haben die anderen Au Pairs und ich zwei schöne Midsommartage gehabt.

 Im Juni wurde mir ebenfalls die Entscheidung abgenommen, ob ich ab Oktober in Göteborg studiere. Dadurch, dass ich ein Englischzertifikat brauche (welches ich nicht habe, weil nie gebraucht für irgendwas), und die Zeit bis zum Bewerbungsschluss der Uni zu knapp ist, um eines zu machen, bin ich nun am überlegen, was ich machen soll. Zurück nach Deutschland und dort studieren im Frühjahr, in Schweden bleiben und mich nächstes Jahr bewerben oder in Schweden bleiben und arbeiten…Mein Kopf läuft also momentan auf Hochtouren in Bezug auf die Zukunft. Geplant habe ich eigentlich bis nächstes Jahr im August als Au Pair zu arbeiten. Ich habe jedoch schnell gemerkt, dass es zwar schön ist mal keinen Unistress oder Ähnliches zu haben, aber anscheinend brauche ich das 😃 Meine Gastfamilie unterstützt mich jedoch, falls ich in Schweden Fuß fassen möchte und mittlerweile fühlt es hier an wie „Zuhause“. Vor zwei Wochen kam Juno sogar zu mir und sagte: „Lisa, ich möchte, dass du bei mir Zuhause wohnen bleibst.“

Aber bekanntlich kann man zwar Pläne haben, ob die aufgehen, ist dann aber eine andere Sache. Ich halte euch jedoch auf dem Laufenden.

 

Puss och Kram!

„Abenteuer beginnen, wo Pläne enden.“

Freitag, 02.06.2017

 

Der sechste Monat in Schweden beginnt… und mittlerweile bin ich nicht mehr ein Au Pair von zwei, sondern von drei Kindern. Am 18. Mai um 11 Uhr kam die kleine Viola zur Welt.

Im Gegensatz zu ihr wirkt Seth wie ein Riese, obwohl ich ihn immer als klein empfand. Auch wenn sie sehr niedlich ist, meine Uhr tickt noch nicht und meine Gefühle halten sich in Grenzen 😃 Wie man sich wahrscheinlich vorstellen kann, musste ich vor und nach der Geburt eine Menge arbeiten. Umso mehr Freizeit habe ich aber in den nächsten zwei Monaten, da beide Eltern Zuhause sind.

In einer Woche kommt meine Familie auch schon nach Schweden und wir werden eine Woche in einer Sommerstugan ca. 30 km von Göteborg entfernt Urlaub machen. Natürlich freue ich mich, dass meine Famile (und vor allem mein Hund!!! 😊) zu Besuch kommen. Ich muss jedoch sagen, dass ich nicht das Gefühl habe, dass wir uns zu Letzt Anfang des Jahres gesehen habe. Eher als wäre es letzte Woche gewesen. Die Gelegenheit wird aber gleich genutzt, um sich einige Sachen aus Deutschland zu wünschen. Denn wenn ich eine Sache hier in Schweden vermisse, dann ist das Club Mate! Und außerdem werde ich wohl schon einige Sachen mit nach Deutschland geben, die ich hier nicht einmal getragen habe. Ich werde nämlich im Leben nicht alles wieder alleine nach Deutschland kriegen. Falls ich jemals wieder nach Deutschland gehe 😉

Das Wetter war im Mai ziemlich gut (Nein, wir hatten keine 30 Grad so wie in Deutschland – was ich persönlich auch nicht schlimm finde 😃) und es war endlich warm genug, um abends/nachts auf Dachterrassen zu feiern.

Außerdem waren wir vor der Walpurgisnacht beim Chalmers Cotége. Da bauen die Studenten der Chalmers Universität verschiedene Anhänger und die ganze Stadt war im Ausnahmezustand. Generell hatte ich das Gefühl, dass die Schweden an diesem Tag den Alkohol nicht unberührt gelassen haben 😃

PS: Dass ich drei Jahre in Dortmund gelebt habe und sie ausgerechnet das Pokalfinale gewinnen dann, wenn ich nicht mehr dort wohne, hat mich schon etwas traurig gemacht…Gucken musste ich es natürlich trotzdem.

„Travel is the best teacher.“

Montag, 24.04.2017

 

Ende April und das heißt tschüss vierter und hallo fünfter Monat in Schweden. Das Wetter wird auch in Göteborg endlich besser und man kann endlich ausreichend Vitamin D tanken. Nur mit den Temperaturen könnte es besser sein. Mehr als 15 Grad waren leider noch nicht drin. Aber Sonne ist schon mal ein guter Anfang ?

Und mit dem besseren Wetter kann man auch endlich mehr unternehmen. Meine Gasteltern haben mir eine Jahreseintrittskarte für den Freizeitpark (mitten in der Stadt) Liseberg geschenkt. Dort finden viele Konzerte statt und Veranstaltungen an Halloween etc. Leider musste ich im April die Wochenenden arbeiten und konnte außer den gewöhnlichen Dingen wie Fika und Clubbing nichts „Außergewöhnliches“ unternehmen. Wobei ich im Botaniska Trädgården war. Geblüht hat dort natürlich noch nichts, aber wir haben wir haben in der Nähe einen kleinen Wald mit diesem typisch schwedischen See gefunden.

Und die Deutschkenntnisse der Schweden sind auch sehr gut… „Willkommen wieder“ :D

 

Mit der Sprache läuft es mittlerweile richtig gut. Obwohl ich nur einen Sprachkurs besucht habe, reden wir geschätzt 85% schwedisch Zuhause und auch in Geschäften oder beim Bestellen im Restaurant und Café rede ich nur noch schwedisch. Wobei das Schreiben eindeutig besser funktioniert als das Reden. Ich finde, wenn die Schweden sich unterhalten, hört sich das immer ein bisschen wie Musik an.

Über Ostern hat meine Gastfamilie ihre eigene Familie besucht und ich hatte das Haus ein paar Tage für mich. Nachdem ich mit den anderen Au Pairs am Freitag feiern war, war ich auch ganz froh ein bisschen meine Ruhe zu haben (Hallo Shots für 10 Euro) ?. In Schweden ist es typisch, Ostereier aus Pappe, gefüllt mit Lösgodis (losen Süßigkeiten) zu suchen. Und hier versteckt auch nicht der Osterhase, sondern das Osterküken die Eier.

 

(aus Finnland, Deutschland, Island, Frankreich und Schweden)

 

 

Wenn der nächste Blogeintrag online kommt, ist auch schon das Baby meiner Gastmutter auf der Welt. Es wird also ein spannender Mai werden ?

„I have lost my heart in so many places.“

Montag, 27.03.2017

 

…und der dritte Monat in Schweden neigt sich dem Ende. Mittlerweile habe ich endlich meine schwedische Personennummer erhalten und bin demnach offiziell ein Einwohner Schwedens ? Ohne diese Nummer ist hier in Schweden so gut wie nichts möglich. Man kann kein Bankkonto eröffnen, sich nicht im Fitnessstudio anmelden und und und… Ohne diese Nummer ist man hier nichts ? Aber was lange währt wird endlich gut und somit habe ich nach drei Monaten alles hier geregelt.

 

Arbeiten musste ich im März nicht ganz so viel, wie im Februar. Natürlich waren die Kinder bzw. die ganze Familie mal wieder krank, aber diesmal keine Erkältung, sondern Magen- und Darm. Und 3x dürft ihr raten, wer das erste Mal in seinem Leben Magen- und Darm hatte… Genau – ich. Brauche ich dann auch nicht nochmal ?

 

Neben unzähligen Fika´s (das große braune ist ein typischer Kanelbulle aus dem Café Husaren) mit den anderen Au Pairs und den üblichen mich in den Ruin treibenden Clubnächten war ich endlich auf einer der vielen Skärinseln.

 

 

Glücklicherweise wohne ich nur drei Tramstops von den Fähren entfernt und man nutzt die Fähren auch ganz normal mit seiner Tramkarte. Natürlich waren wir aber auf einer Insel, auf der rein gar nichts los war. Kein Café hatte geöffnet. Dafür wurden wir aber mit einem schönen Ausblick belohnt und sobald das Wetter besser ist, werden die anderen Inseln erkundet.

 

 

  

  

 

  

 

Außerdem habe ich in der Nähe unseres Hauses meinen Sommerspot gefunden. Jetzt muss es nur noch Sommer werden in Göteborg.

 

„Solange der Weg schön ist, braucht man nicht zu fragen, wohin er führt.“

Montag, 06.03.2017

 

Ich kann es nicht oft genug sagen, aber die Zeit hier vergeht viel zu schnell. Zwei Monate hier und es kommt mir vor wie zwei Wochen. Die letzten Wochen habe ich viel gearbeitet, weil die Kinder krank waren und ich sie fast von morgens bis abends hatte. Und auch ich bin nach fast sechs Wochen in der sjukstugan (eine Art Krankenlager ?) nicht verschont geblieben und mich hat es richtig erwischt. Da meine Gasteltern aber arbeiten mussten, habe auch ich gearbeitet. Und nein, als Au Pair ist auch nicht immer alles schön. Vor allem, wenn man selbst krank ist und die Kinder. Am liebsten würde man den ganzen Tag vor dem Fernseher hocken und nicht rausgehen und selbst anfangen zu heulen, wenn jemand deine Lieblingsserie ausschaltet…aber das kann man dann leider nicht ? Die letzten zwei Wochen waren demnach nicht ganz so spannend, aber ich bin nach zwei Wochen wieder komplett gesund ?

Am Wochenende bin ich dann nach Stockholm gefahren. Dadurch, dass ich mehr als üblich gearbeitet habe, haben meine Gasteltern mir die Zugfahrt nach Stockholm spendiert und da ich in der Wohnung von dem Bruder meiner Gastmutter wohnen konnte, blieb mir mehr Geld, um Unternehmungen in Stockholm zu machen…Was auch gut so war, denn Stockholm ist im Gegensatz zu Göteborg noch teurer. Stockholm ist sozusagen in fünf kleine „Inseln“ aufgeteilt und hat unheimlich schöne Gebäude und Museen.

Das Haus, in dem Astrid Lindgren mehr als 60 Jahre gelebt hat:

An sich hat mir Stockholm gut gefallen, aber Göteborg gefällt mir doch noch ein bisschen besser. Hier ist es irgendwie gemütlicher, nicht so hektisch und die Menschen achten viel mehr aufeinander. Als ich aus Stockholm gekommen bin, hat es sich auch angefühlt, als ob man nach „Hause“ kommt.

Obwohl ich mir vorgenommen hab, hier in Schweden erstmal nicht an meine Zukunft zu denken bzw. zu planen was, wo oder ob ich nochmal studieren möchte, hat meine Gastmutter mir angeboten, falls ich in Göteborg meinen Master machen möchte, weiterhin bei der Familie zu wohnen. Bei den Mietpreisen und dem Mangel an Wohnungen hier ist das auf jeden Fall eine Überlegung wert. Und es gibt tatsächlich zwei Studiengänge an der Universität, die mir ziemlich gut gefallen. Und auch Schweden gefällt mir sehr gut. Somit fang ich doch schon an, mir Gedanken zu machen… ?

Da meine Gastfamilie in dieser Woche im Urlaub ist, habe auch ich Urlaub. Zwar sind im Haus Handwerker und ausschlafen werde ich wohl die ganze Woche nicht, aber ich kann mir meine Zeit frei einteilen. Natürlich hat es seit gestern Abend auch nur geschneit und es sieht momentan auch nicht so aus, als würde es aufhören.

In diesem Sinne…auf mich warten gefühlte 100 Folgen OC California ?

„Hab keine Angst davor, alleine zu reisen. Aber sei gewarnt: Es könnte dir gefallen!“

Dienstag, 14.02.2017

 

42 Tage in Schweden – die Zeit rennt und ich hatte in den letzten zwei Wochen viel um die Ohren. Als ich mich für Schweden entschieden habe und einige andere Blogs gelesen habe, haben viele Au Pairs davon berichtet, dass es für sie schwer war Anschluss zu finden und oft alleine waren. Ich wünschte, ich würde mich manchmal alleine fühlen ? Dadurch, dass ich meine Gastfamilie die ganze Zeit um mich habe und ich auch definitiv behaupten kann, dass ich ein riesen Glück mit dieser habe und auch jederzeit etwas mit den anderen Au Pairs unternehmen kann, blieb Heimweh bis jetzt aus (Natürlich vermisse ich aber meine Leute Zuhause und freue mich jetzt schon auf jeden einzelnen Besuch ?!) Die ganze letzte Woche und am Wochenende habe ich gearbeitet und auch mehr als sonst, da die Kinder krank waren. Natürlich erst das eine und dann das andere und dann beide Kinder. Aber ich habe die Beiden mittlerweile schon lieb gewonnen und Juno sagt mittlerweile auch, dass ich mit zur Familie gehöre und setzt sich oft einfach zu mir aufs Sofa ?

An den Wochenenden war ich jedoch trotzdem unterwegs, obwohl mein Wecker immer früh geklingelt hat. Der heutige Tag wurde deshalb nur mit Serien gucken verbracht, nachdem ich die Kinder in den Kindergarten gebracht habe und am Meer joggen war.

Und ich habe tatsächlich 10 Euro für einen Tequila ausgegeben. Ansonsten beschwere ich mich auch nie wieder über den Eintritt in deutschen Clubs (ich vermisse hiermit offiziell das Sinners an Donnerstagen ?). Eine Sache auf meiner Do-To-Liste konnte ich auch abhaken: einen echten Elch sehen.

 

Außerdem haben wir beim Feiern eine richtige Frauentoilette gefunden und Göteborg gefällt mir immer besser. Hannover sieht langsam alt aus gegen Göteborg… ;D

 

 

 

„Der schönste Pool der Welt ist noch immer das Meer.“

Mittwoch, 01.02.2017

 

Seit gestern bin ich schon vier Wochen in Schweden und ich möchte am liebsten die Zeit anhalten. Der Sprachkurs ist am Freitag vorbei und das heißt für mich nur noch 25 Stunden pro Woche zu arbeiten. Vielleicht werde ich später noch einen Abendkurs besuchen, aber es läuft schon relativ gut mit dem Schwedisch (auch wenn ich im Sprachkurs manchmal einfach französische Wörter benutze… mit vier Sprachen im Kopf kann man schon mal durcheinander kommen…).

 

In der Woche habe ich mit dem Sprachkurs und den Kindern immer relativ gut zu tun. An den Wochenenden treffe ich mich meistens mit den anderen Au Pairs, erkunde Göteborg oder befasse mich intensiv mit den Bekleidungsgeschäften hier :D Der Bruder meiner Gastmutter lebt in Stockholm und an einem der kommenden Wochenenden darf ich die Wohnung für ein paar Tage in Beschlag nehmen und Stockholm erkunden. An dem Abend, an dem wir übrigens unterwegs waren, bin ich übrigens nicht insolvent gegangen… ;) Mit 36 Kronen (ca. 3,80 €) pro Bier war es doch billiger als gedacht. Das lag aber auch an der Bar.

 

Nach guten drei Wochen habe ich es auch endlich zum 10 Minuten entfernten Hafen geschafft und somit auch meine neue Laufstrecke gefunden. Direkt am Hafen und am Meer. Bei den „kleinen“ Kanelbullar kann Bewegung nämlich nicht schaden :D

 

 

„Wer reisen will, muß zunächst Liebe zu Land und Leuten mitbringen.“ Theodor Fontane

Mittwoch, 18.01.2017

 

15 Tage lang bin ich schon in Schweden und ich habe jetzt schon das Gefühl, dass die Zeit viel zu schnell vorbeigeht. Am Montag fing der Sprachkurs an der Folkuniversitetet an. In dem Kurs ist noch ein anderes Au Pair von den Philippinen, dass sogar nur eine Straße von mir entfernt wohnt. Ansonsten ist der Kurs gemischt mit Leuten aus Brasilien, England, Schottland, Taiwan, Hong Kong und und und… Die Gruppe ist aber super lustig und es läuft immer besser mit der Sprache :)

Auch mit den Kindern läuft es immer besser und ab nächster Woche beginnt dann der richtige Au Pair Alltag. Dazu gehört mit den Kindern morgens zu frühstücken, sie fertig zu machen und in den Kindergarten zu bringen sowie sie wieder abzuholen. Die nächsten drei Wochen wird das morgens etwas stressig, da ich den Sprachkurs noch besuche…Aber das ist alles machbar ;) Ansonsten habe ich mich ziemlich gut eingelebt und ich glaube, dass ich mit der Familie mehr als Glück habe. Allgemein ist mir hier in Schweden noch niemand begegnet, der unfreundlich war.

Das Wochenende war vollgestopft mit Besuch von Freunden meiner Gasteltern, Fika in der Stadt mit anderen Au Pairs und langen Spaziergängen mit den Kindern, da endlich auch mal die Sonne schien J Am kommenden Wochenende geht es abends mit ein paar Leuten aus dem Sprachkurs was trinken und ich bin jetzt schon gespannt, wie viel Geld mich das kosten wird. Alkohol ist in Schweden mehr als teuer und man kann den Alkohol lediglich in sogenannten Systembolaget kaufen. Außer Leichtbier gibt es in den Supermärkten nämlich nichts. Für 100 Kronen (ca. 10 Euro) bekommt man in einigen Bars aber einen Shot :D

 

„Sometimes it´s time to get away from it all and experience things in a completely different way.“ Kim Mance

Sonntag, 08.01.2017

 

Die erste Woche in Schweden neigt sich dem Ende und so langsam komme ich hier an. Meine Koffer sind immer noch nicht ausgepackt, da die Gastmutter den Schrank in meinem Haus noch nicht leergeräumt hat. Aber wie bereits erwähnt, alles dauert hier etwas länger ;) Die erste Woche war ziemlich entspannt. Die Kinder blieben in der ganzen Woche Zuhause, da sie krank waren. Wenn ich mit ihnen alleine war, lief es auch ziemlich gut und sie haben nicht nach Mama und Papa gefragt :D Von der Sprache klappt es auch ganz gut. Einfache Fragen kann ich den Kindern stellen. Ich verstehe Juno zwar nicht immer, aber man kann sich ja bekanntlich auch ohne Worte verständigen.

Morgen beginnt auch mein Sprachkurs an der folksuniversitetet. Für vier Wochen werde ich vormittags einen Sprachkurs besuchen und die Schweden dann hoffentlich besser verstehen. Schwedisch zu lesen geht schon relativ gut, aber die Aussprache ist so eine Sache für sich. Dagegen ist Französisch nichts :D

In Göteborg leben zum Glück relativ viele Au Pairs. Am Donnerstag war ich mit einem Au Pair aus Österreich zum Kaffee trinken verabredet und sie hat mich einer Gruppe von gut 20 anderen Au Pairs aus unterschiedlichen Ländern zugefügt. Freitag hab ich mir die Stadt genauer angeschaut. Shoppen gehen kann man hier übrigens auch ziemlich gut J Und wer glaubt, dass die Godis (Süßigkeiten) bei Ikea gut sind, soll mal nach Schweden kommen. Leider habe ich mich im Supermarkt nicht getraut, die Süßigkeitenwand zu fotografieren (ich wollte mich nicht als Touri outen :D), aber das hole ich definitiv nach ;) Und es gibt wirklich in jedem Café die sogenannten Kanelbullar (Zimtschnecken). Teilweise so groß wie mein Kopf. Ich habe mein Paradies also gefunden :D

Ach und das Beste habe ich fast vergessen. „Haustiere“ haben wir nämlich auch ;)

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